OSKAR UND DIE DAME IN ROSA

OSKAR UND DIE DAME IN ROSA


 

Nach der Erzählung von Eric-Emmanuel Schmitt

 

Oskar, ein zehnjähriger Junge, hat Leukämie und muss viel Zeit seines Lebens im Krankenhaus verbringen. Chemotherapie und Knochenmarktransplantation bleiben erfolglos. Zufällig hört Oskar, wie sein Arzt den Eltern eröffnet, dass er nicht mehr lange leben wird. Für den Jungen ist die Tatsache, dass er sterben wird, weniger schlimm als das Verhalten der Menschen um ihn herum, besonders das seiner Eltern. Sie wissen nicht, wie sie mit ihrem Sohn umgehen sollen, und anstatt mit Gefühlen überhäufen sie ihn mit neuem Spielzeug. Niemand will mit ihm über seinen baldigen Tod sprechen - außer "Oma Rosa", eine pensionierte Krankenschwester, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder im Krankenhaus zu besuchen. Sie nimmt ihn ernst und behandelt Oskar wie einen Erwachsenen, die Eltern nerven ihn dagegen mit ihrer gespielten Fröhlichkeit. "Oma Rosa" wird zur Vertrauensperson, mit der Oskar seine Ängste und Gedanken teilen kann.

 

So folgt der kleine Junge ihrem Ratschlag, sich mit seinen Sorgen an Gott zu wenden, und fängt an, ihm Briefe zu schreiben. Außerdem solle er sich jeden Tag einen anderen Abschnitt seines Lebens vorstellen: die Pubertät, die erste Liebe, Midlife-Crisis, das Altern... Am zwölften Tag verabschiedet er sich still mit den geschriebenen Worten: "Nur der liebe Gott darf mich wecken!"

 

L. Christian Glockzin liest dieses anrührende Werk und wird dabei auf der Geige begleitet von Page Woodworth.

L. Christian Glockzin