• Theatertheater vom Feinsten und Komischsten
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  • Ich Romeo, Du Julia

    Ein hinreißender Theaterabend

    In jedem Theater gibt es eine Kantine. Diese Schauspielerkantinen sind meist im Keller des Theaters gelegen, preisgünstig und von schlichtem Charakter. Dort unten können die Schauspieler nach der Vorstellung einen trinken oder vor der Vorstellung etwas essen, oder vorher etwas trinken und nachher etwas essen und zwischendurch mal einen trinken.
    Wenn ‚oben‘ eine Vorstellung z.B. „Romeo und Julia“ läuft und man gerade nicht ‚dran‘ ist; weil man z.B. im Stück nur einen einzigen Satz zu sagen hat, dann kann man ‚unten‘ über Lautsprecher hören, wie die anderen oben spielen und z.B. erst mal einen heben; z.B. mit dem Kantinenwirt, der das Schauspiel in- und auswendig kennt, weil er es schon hundert mal gehört, aber nie gesehen hat.
    Manchmal hat der Wirt dann sechzigsten Geburtstag und noch andere Probleme...
    Nun ist es so, dass man ‚unten‘ in der Kantine den nötigen Abstand zu der Vorstellung ‚oben‘ auf der Bühne hat, um alles, was dort gespielt wird, sehr fein hören und kritisch würdigen zu können. Gerade der nur mit kleinen Rollen betraute Schauspieler hat Muße und Kraft, die Kollegen, die ‚oben‘ jeden Abend unverständlicherweise die großen Rollen spielen dürfen, z.B. den „Romeo“ oder die „Julia“, jeden Abend verbal von ihrem hohen Ross zu holen. Gerade im ‚kleinen Mann‘, im Inhaber ‚kleiner Rollen‘ schlummert dann ein ‚ganz Großer‘, der ‚oben‘ ganz groß raus käme, wenn man ihn nur ließe. Der wirklich alles besser wüsste -Prost-, wenn man ihn nur fragen würde.
    Und manchmal ist da auch ein Kantinenwirt, der dann tatsächlich fragt: z.B., ob man nicht „Romeo und Julia“ in der über viele Abende erarbeiteten ‚kritischen Fassung‘ hier unten spielen müsse. Jetzt. Und dann kann der Schauspieler gar nicht anders. Er stellt gerührt sein Bier ab und fragt: „Ich Romeo, Du Julia“?


    Mit:
    Wolfgang Benninghoven und Rodolphe Bonnin
    Regie:
    Stephanie Kunz
    Regie-Assistenz:
    Marina 'Spinne' Siemens
    Bühnenbild:
    NN
    Text:
    Bruns (Benninghoven), Haussmann , Kunz und Shakespeare
    Choreographie:
    Kampfszenen: Jens Wesemann
    Kostüme / Ausstattung:
    NN
    Technik:
    Tobias Pupp

    Pressestimmen

    Shakespeare in der Kantine

    Kieler Nachrichten

    "In herrlich selbstironischer Ernsthaftigkeit bringt das Duo alle wesentlichen Stationen der Tragödie zur Aufführung. Je heftiger sie sich mit Shakepeares Figuren identifizieren, desto komischer wird es. Eben darin liegt das große Vergnügen dieses Abends: Bruns und Haussmann sind auch als Romeo und Julia immer glaubwürdig."


    Jubel für ein köstliches Stück

    Lübecker Nachrichten

    "Mit diesem köstlichen Stück haben Ulli Haussmann und Wolfgang Bruns nicht nur dem Publikum, sondem auch sich selbst ein Geschenk gemacht. Ganz klar, dass die Situation komisch ist. Und dass sie viel Raum für Slapstick bildet. Und Wolfgang Bruns und Ulli Haussmann sind zwei Schauspieler, denen man einfach gerne zusieht. Und wie die beiden spielen. Den Jubel haben die beiden Schauspieler redlich verdient."


    Ein Stück voll geistreicher Komik, gekonnt inszeniert und gespielt im Combinale.

    Lübeckische Blätter

    "Der Wechsel zwischen den Spielebenen, das 'aus der Rolle fallen' bringt wirkungsvolle Komik von geistreichem Niveau.
    Tempovariationen, schnelle Wechsel im Tonfall bei den absichtlichen Brüchen im Spiel, Balanceakte wie in der mit Kantinenmöbeln nachgestellten Balkonszene und artistische Fechtszenen zeigen die wirkungsvolle Vielfalt im Können der beiden Darsteller. "Ich Romeo, Du Julia" -ein Stück voll geistreicher Komik, gekonnt inszeniert und gespielt im Combinale."


    Die große Wirkung des kleinen Formats

    Ultimo

    "Mit vollendeter Liebe zum Detail und der großen Wirkung des kleinen Formats übertreffen sich die beiden gegenseitig und vermitteln gleichzeitig eine ganz besondere Spielharmonie. In der völlig ausgebuchten Premierenvorstellung wollten die Ovationen nicht enden. Doch das Stück hat es verdient, auch auf seine leisen Töne zu achten, denn diese sind mindestens ebenso wertvoll, wie die eingestreuten Lachnummern."


    Theatertheater vom Feinsten und Komischsten

    Nordmagazin

    "Das war nicht nur Theatertheater vom Feinsten und Komischsten. Es schien zugleich eine Liebeserklärung der Darsteller nach 20 Jahren gemeinsamen Bühnenlebens zu sein. Die Innigkeit und Freude am Spiel, mit der Bruns und Haussmann mit den Figuren des Stücks aber auch miteinander umgehen, machen "Ich Romeo, Du Julia" zu einem hinreißenden Theaterabend, den kaum ein Premierengast so schnell vergessen dürfte."